„Schauspielern ist mein Traum“

Die schüchterne Anne aus dem neuen Fünf Freunde Film wird gespielt von der 13-jährigen Neele aus Weilerswist. (links, vorne) Foto: Constantin Film Verleih GmbH
Die schüchterne Anne aus dem neuen Fünf Freunde Film wird gespielt von der 13-jährigen Neele aus Weilerswist. (links, vorne) Foto: Constantin Film Verleih GmbH

Neele Marie Nickel wohnt in der Nähe von Köln und spielt in dem Kinderfilm „Fünf Freunde 3“ die schüchterne Anne. Die 13-Jährige erzählt im Interview von den Dreharbeiten in Thailand und was ihre Eltern von ihrer Liebe zur Schauspielerei halten. 

Von Angela Sommersberg



Neele, auch in „Fünf Freunde 3“ spielst du Anne. Bist du privat genauso schüchtern wie Anne?


Neele: Nein, bin ich nicht. Ich bin offen und gehe auf Leute zu. Und ich würde mich auch nicht im Dschungel um meine Klamotten sorgen, so wie Anne. Aber ich hätte wie Anne Angst, eine Felswand herunterzuklettern.


Für den Film habt ihr im Sommer 2013 mehr als zwei Monate in Thailand gedreht. Wie war der Dreh so weit weg von zu Hause?


Neele: Das war eine tolle Erfahrung! Die Kultur in Thailand ist interessant, die Menschen sind nett und das Team war perfekt. Wir hatten auch viel Zeit, uns alles anzugucken und am Strand zu sein.  Wir sind sogar auf Elefanten geritten! Aber meine Mutter und meine große Schwester haben mich während der gesamten Drehzeit begleitet, ich war nicht alleine.


Aber dann hast du in der Schule  ganz schön viel verpasst, oder?!


Neele: Wir haben ja vor allem in den Sommerferien gedreht. Deswegen habe ich nur drei Wochen verpasst. In Thailand war es schwer, einen Lehrer zu finden, deswegen musste ich den Unterrichtsstoff zu Hause nachholen. Aber dann habe ich mit Freunden gelernt, das war schön.


Timmy, der Hund der Freunde, ist in Teil 3 ein anderer. Warum?


Neele: Der Hund aus Teil 1 und 2 war schon älter. Für ihn wäre die Reise nach Thailand und die wilden Szenen zu stressig gewesen. Mit dem neuen Hund haben wir uns aber auch sehr gut verstanden. Aber mit Tieren zu drehen, ist natürlich schwieriger als mit Menschen. Schließlich stellt der Hund sich nicht immer auf seine Position. Deshalb mussten wir oft auf ihn reagieren. Aber das muss mal als Schauspieler ja sowieso.


Ist Schauspielerin denn dein Traumberuf?


Neele: Ja! Ich wollte schon immer Schauspielerin sein. Dass ich die Rolle der Anne bekommen habe, war vor allem Glück. Vom Aussehen her passte ich so gut zu ihr. Jetzt versuche ich alles, um weiter zu machen. Meine Mutter sagt aber, ich brauche einen Plan B, falls es nicht klappt. Dann möchte ich Geschichtslehrerin werden.


Was sagen deine Eltern denn überhaupt zur Schauspielerei?


Neele: Am Anfang war meine Mutter dagegen. Sie hatte Angst, dass es nicht klappen könnte und ich dann traurig bin. Aber ich konnte sie überreden, mich bei einer Agentur anzumelden. Jetzt sind meine Eltern stolz auf mich.


Die Fünf Freunde sind ja ziemlich erfolgreich. Erkennen dich denn mittlerweile Leute auf der Straße?


Neele: Nicht so oft. Aber manchmal tuscheln die Leute auch nur. Das ist dann komisch. Aber zu Hause bin ich einfach nur ein Schulmädchen, das ein besonderes Hobby hat. Lustig ist, wenn meine Freundinnen mit mir in den Film gehen wollen. Und wenn ich dann aus dem Kino komme, gucken die Kinder und denken sich: „Die ist jetzt gerade aus der Leinwand gestiegen“!  


Quelle: http://www.ksta.de/familie/interview-fuenf-freunde--schauspielern-ist-mein-traum-,15971768,25902298.html